Programm 2016

Hier findest du eine Übersicht über die Workshops, bei denen du auf der Sommerakademie 2016 mitmachen kannst. Außerdem werden hier in den nächsten Tagen auch noch Infos zum Rahmenprogramm und zur Abendgestaltung ergänzt.
Die Workshops haben unterschiedliche Längen:
2 Workshops finden über das gesamte Wochenende verteilt statt (Samstag und Sonntag).
3 Workshops finden am Samstag ganztägig statt.
2 Workshops finden am Samstag halbtags statt, jeweils einer am Vormittag und einer am Nachmittag.
4 Workshops finden am Sonntagvormittag statt.
Bitte achtet bei eurer Auswahl darauf, dass ihr euch nicht für Workshops entscheidet, die parallel zueinander stattfinden.

Samstag und Sonntag

Ohne content ist Alles Nichts
Referent*innen: Marion Baumann (DIE LINKE. Berlin), Mark Wagner (Kameradist*innen), Torsten Hesse (DIE LINKE. Berlin)
Redaktion statt Workshop ist wieder das Motto des diesjährigen Dokumentations-Workshops auf der Sommerakademie (#SAK16) in Blossin und die dahinterstehenden Prinzipien sind: „Learning by doing.“, „Fragend schreiten wir voran.“ und „Kaltes Wasser statt Trockenschwimmen!“ Mit einer Onlineredaktion werden wir, gestützt auf die sozialen Netzwerke, mit Fotografie, Text und Video über die gesamte Sommerakademie berichten und entlang unserer unvermeidbaren Fehler und Einsichten stündlich mit dieser Arbeit besser werden. Mit Grundlagen und Feinheiten der Berichterstattung in sozialen Medien stehen wir am Ende der Akademie auf „Du“ und „Du“. Der Punkt aber ist: Für drei Tage werden wir fokussierter sein als ein Jedi im Kampf oder ein Yogi im Schneidersitz. Denn uns wird nicht (wie bei solchen Workshops üblich) die Form der sozialen Netzwerke allein interessieren, sondern das, was wir in diese Form gießen: Das ist der Inhalt. Wir werden uns auf gute Inhalte konzentrieren. Gute Fotos. Guten Text. Knackige Videos.

Wir sind arm, weil… Warum eigentlich?
Ursachen, Zusammenhänge und politische Folgen globaler Ungleichheiten
Referent: Djordje Tomic (Humboldt Universität zu Berlin)
Soziale Ungleichheiten kritisch zu betrachten und zu bekämpfen gehört zum Selbstverständnis der Linken von den Anfängen bis zur Gegenwart. Obwohl seit Langem klar ist, dass die Entstehung von modernen Nationalstaaten mit der Entstehung des Kapitalismus einherging und die Kapitalismuskritik nicht auf den jeweiligen nationalen Kontext beschränkt werden kann, sondern global artikuliert werden muss, zeigen nicht wenige öffentliche Debatten, auch innerhalb der Linken, dass partikularistische Interessen die globalen Zusammenhänge leicht in den Hintergrund rücken können. Der Workshop wird anhand von konkreten – aktuellen wie historischen – Beispielen auf die weltweiten Verknüpfungen kapitalistischer Produktionsweise aufmerksam machen, zur Reflexion und Diskussion anregen. Diese wiederum sollen zu einem besseren Verständnis von politischen Herausforderungen für eine global denkende und handelnde Linke beitragen. Ausgehend von bekannten theoretischen Begriffen, Ansätzen und Diskussionen der Linken sollen die ökonomischen, sozialen und politischen Ursachen und Implikationen globaler Ungleichheiten besprochen werden. Im Fokus stehen die (politischen) Akteure, die (wirtschaftlichen) Strukturen ebenso wie die verschiedenen Deutungen, die die bestehende (Weltsystem-)Ordnung enlang von Nord-Süd- / West-Ost-/ Zentrum-Peripherie-Beziehungen legitimieren oder aber kritisch in Frage stellen.

Samstag (ganztägig)

Argumentation gegen Angst (Stammtischparolen und Rechtspopulismus)
Referentin: Pegah Maham
Was, wenn man reden muss, aber sprachlos wird. Weil da jemand gegen geflüchtete Personen oder sozial Schwache schwadroniert, sexistisch ist oder Hass und Ängste schürt. Dieses Seminar hilft gegen Sprachlosigkeit, denn wir verknüpfen Wissen über Argumentation, der Psychologie und Politik mit Übungen für die Praxis.
Ob Bürgerversammlung, Debatte im Bekanntenkreis oder in der politischen Debatte – Populismus taucht in vielen Bereichen auf. Doch wie begegnet man den Argumenten am Stammtisch? Was tun gegen Reden, die Hass schüren, Ängste sähen, mit Vorurteilen zündeln? Damit beschäftigt sich dieses Seminar und liefert Theorie und viel Praxis.

Zeitmanagement im Ehrenamt
Referent: Christian Wirrwitz
Wir wollen uns in diesem Workshop gemeinsam Techniken erarbeiten, die uns helfen, die zahllosen Aufgaben zu bewältigen, die uns im Alltag belasten. Dabei stehen zwei Fragen im Mittelpunkt: Welche einfachen Techniken gibt es, die wir sinnvoll im Alltag einsetzen können? Und wie können wir unsere Ressourcen so auf unsere verschiedenen Lebensbereiche verteilen, daß es mittelfristig leichter statt immer schwerer für uns wird?

Wirkungsvolle Aktionen planen
Referentin: Ines Koburger
“Wir retten die Welt!” haben wir abends beim Bier in der Küche beschlossen. Nun geht’s ans handwerkliche und die Umsetzung zur Rettung. Plakate? Infostand? Flugblätter? Von der Idee bis zur Kampagne reiten wir diverse Pferde der Öffentlichkeitsarbeit und treffen auf ein relativ kostengünstiges, unkompliziertes und spontan einsetzbares Mittel, welches prima ergänzt und aufgepeppt werden kann. Und weil es so schön ist, machen wir das ganze zum mitmachen für alle.

Samstagvormittag (9:30 Uhr bis 12:30 Uhr)

Verschlüsselung (Crypto-Workshop)

Referent: Andreas Böttger (LAG Netzpolitik DIE LINKE. Berlin)
Verschlüsselung ist ein selbstverständliches Menschen- und Grundrecht zur Wahrung des Brief- Post- und Fernmeldegeheimnis. Sich gegen Überwachung zu wehren, erfordert neben der Verwendung von Verschlüsselung den politischen Kampf dafür, dass weniger Daten über uns gesammelt werden. Aber der erste Schritt ist es, dich selbst zu schützen und die Überwachung deiner Kommunikation so schwer wie möglich zu machen. Auf einem Crypto-Workshop bringen wir uns untereinander eine erste einfache aber sehr wirksame Selbstverteidigungsmethode bei: E-Mail-Verschlüsselung. Damit kannst du verschlüsselte E-Mails senden und empfangen, die von Überwachern oder Kriminellen, die deine E-Mails abfangen, nicht gelesen werden können. Alles, was du brauchst, ist ein Computer mit einer Internetverbindung, ein E-Mail-Konto und etwas Zeit. Wer mehr wissen möchte, kann auch weitergehende Techniken wie Festplattenverschlüsselung, anonymes Surfen über Tor, verschlüsselte Chatkommunikation usw. kennenlernen. Dieser Workshop ist für jede*n geeignet. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Samstagnachmittag (14:30 Uhr bis 19 Uhr)

Social Media in der politischen Kommunikation
Referent: Mark Seibert
»DIE LINKE rockt das Netz am stärksten« – schrieb die BILD-Zeitung, als sie die Online-Kampagnen der Parteien zur Landtagswahl in Sachsen verglichen. »Egal wo: Bodo Ramelow ist weit vorn!« schrieb wahl.de über die Online-Kampagne in Thüringen. Wie haben wir das gemacht? Der Workshop bietet einen kompakten Überblick über Instrumente für die politische Kommunikation in sozialen Medien. Anhand von echten und fiktiven Fallbeispielen erarbeiten wir Strategien und Ideen, die sofort in der politischen Arbeit umgesetzt werden können.

Sonntag (09:30 Uhr bis 12.:30 Uhr)

Kritik der Europaskepsis von links
Referent: Stefan Kunath (AK Eurovision des Studienwerks der Rosa-Luxemburg-Stiftung)
Renationalisierungstendenzen und der Anstieg der EU-Skepsis sind zwei Seiten einer Medaille. Die krisengeschüttete Europäische Union erscheint für die Menschen nicht mehr als Hoffnung, sondern zunehmend als Bedrohung, während der Nationalstaat als sicherer, weil vertrauter Hafen erscheint, den es gegen den Zugriff aus Brüssel zu verteidigen gilt. Welche Antworten hat eine emanzipatorische Linke auf den Anstieg der EU-Skepsis, die einerseits selbst für die europäische Integration eintritt, andererseits legitime Zweifel an der gegenwärtigen Verfasstheit der Europäischen Union hegt?

Lokale Veränderungsprozesse gestalten
Referent*innen: Ines Koburger und Ronald Höhner
Wir wollen erfolgreich politische Veränderungen vor Ort angehen und dabei selber den Ton angeben, anstatt nach der Pfeife anderer zu tanzen. Wie wir das anstellen können? Welche Akteure es außerdem braucht und was wir tunlichst vermeiden sollten? Das verraten uns eure Praxiserfahrungen und gemeinsame schlaue Analysen. Um in der Praxis genau die Dinge zu entdecken, die gut laufen und Stellschrauben zu finden um den Veränderungsprozessen wieder neuen Schwung zu verleihen, stellen wir euch den Movement Action Plan (MAP) von Bill Moyer vor. Das Modell will langfristiges strategisches Denken anregen. Und es will dazu ermutigen, Erfolge, die wir auf dem Weg hatten und haben werden, zu erkennen und als Kraftquelle zu nutzen. Die beste Grundlage also, um Handlungsoptionen für die Praxis ab Montag zu erarbeiten.

Bündnisarbeit vor Ort gestalten
Referent*innen: Elke Breitenbach (Fraktion DIE LINKE. im Abgeordnetenhaus von Berlin) und Philipp Bertram (Stellv. Leiter der Flüchtlingsunterkunft im Rathaus Wilmersdorf)
Viele von uns engagieren sich in der Flüchtlingshilfe. Egal ob direkt vor Ort in der Unterkunft, in der Kommune oder in der parlamentarischen Arbeit, wir alle brauchen Netzwerke und Bündnisspartner*innen. Wie organisiert man die Zusammenarbeit? Welche Erfahrungen gibt es?

Meint Linke Chancengleichheit oder Chancengerechtigkeit in der Bildung?
[Referent*in und Beschreibung folgen…]

>> Hier könnt ihr euch für die Sommerakademie 2016 anmelden!